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7 Gründe warum Geld Kinder nicht gierig macht

 

 

Das Thema Geld polarisiert und verbindet man es mit dem hochemotionalen Thema der Kindererziehung, dann sowieso.

 

Wir sind der Meinung, dass die finanzielle Erziehung zum Großwerden dazu gehört, wie gesunde Lebensmittel, ein erlernter Umgang mit den digitalen Medien oder das Erlernen von Verkehrsregeln. Bei den letzteren drei würden wir wohl in der breiten Masse große Zustimmung erhalten.

 

Bildquelle: www.unsplash.com - Robert Collins
Bildquelle: www.unsplash.com - Robert Collins

 

Der weit verbreiteten Meinung, dass ein zu früher Umgang mit dem Thema Geld Kinder gierig macht, halten wir 7 gute Gründe entgegen, warum das unserer Meinung nach nicht so ist:

 

 

1.      Was kostet die Welt?

Nur wer mit seinem eigenen Geld haushalten muss, wird sich früher oder später damit beschäftigen, was die Objekte der Begierde kosten und dann z.B. auch das Unwichtige vom Wichtigen trennen. Die Kinder die das früh und regelmäßig lernen dürfen, setzen sich zwangsläufig viel früher mit sich selbst und ihren Wünschen auseinander.

 

2.      Weniger ist mehr!

Den Kindern den Umgang mit Geld früh beizubringen heißt für uns gerade nicht, dass man dem Kind mit einem großen Taschengeld-Budget was Gutes tut. Gerade ein kleines Budget fordert die Kinder auf, selbst kreativ zu werden (Kann ich selbst was dazu verdienen) und stärkt das Selbstvertrauen (Wow ich hab's geschafft!). Die Kinder müssen sich so, sehr früh mit Ihren eigenen Möglichkeiten auseinandersetzen.

 

3.      Teamspirit

Wer sich gegenseitig unterstützt, kommt besser durch. Sei es ein gemeinsamer Flohmarktstand bei dem man sich die Standgebühren aufteilen kann, ein Gruppenticket mit der Bahn oder bei kleineren Kindern das Austauschen von Spielsachen. Wer sich mit anderen zusammen tut, hat mehr von der Welt. Und das kann man den Kindern und Jugendlichen von Klein auf als einen sehr wichtigen Wert, auch in Verbindung mit Geld beibringen.

 

4.      Alles!

Auch als Erwachsener ist es in der unglaublichen Konsumwelt, in der wir uns bewegen nicht einfach Nein zu sagen. Jeder will alles und meint er braucht alles. Und gerade in dem Wort Alles liegt das Problem. Brauchen wir Erwachsene denn wirklich all die Dinge die wir haben, nur weil der Kollege, der Nachbar oder der Freundeskreis diese Dinge hat (hier gibt es einen tollen Bestseller für uns Erwachsene „Simplify your Life“ - sehr empfehlenswert) ?

Dieses Bedürfniss mit den Kindern möglichst früh zu thematisieren und die wahren Wünsche herauszufinden kann man ganz simpel mit dem Thema Geld verknüpfen.

 

5.      Das Glück im Kleinen suchen

Die Dinge die am meisten Spaß machen kosten nichts oder fast nichts. Wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen. Ob ein Besuch auf dem Spielplatz, eine Familienwanderung, das Stockbrot grillen, die Gemeinschaften in Vereinen, eine Fahrradtour mit Freunden oder das Baden im Fluss an einem heißen Sommertag. Gerade diese Erlebnisse sind es, die man als Erwachsener doch selbst aus seiner Kindheit noch in Erinnerung hat. Warum soll man also nicht immer wieder betonen, dass diese Erlebnisse eine unbezahlbare Freude für umme bringen und oft die bessere Alternative zu überfüllten Events ist.

 

 

6.      Das Besondere bewahren

Wenn Kinder immer und überall alles bekommen, dann wird irgendwann auch alles selbstverständlich. Wer seinem Kind aber früh klar macht, dass man mit allen Ressourcen schonend umgehen sollte, der wird ein Kind vor sich finden, dass das Besondere erkennen und auch schätzen kann.

 

7.      Hilfsbereitschaft

Und der letzte, für uns sehr gute Grund, warum finanzielle Bildung für uns nichts mit dem Thema Gier zu tun hat, liegt in dem Glück der Hilfsbereitschaft. Wer schon mal gesehen hat, wie stolz Kinder sein können, wenn sie von ihrem eigenen Geld -einem speziell für den guten Zweck verdienten oder gesammelten Geld- jemand anderem was Gutes tun können, der weiß welch positive Werte mit dem Umgang mit Geld in frühen Jahren vermittelt werden können.

 

 

 

 

 

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